Nähschule
Welche beruflichen Perspektiven haben unsere Schülerinnen nach Abschluss ihrer Schulzeit? Mit jedem Jahr, in dem wir unsere Schulen betreiben, stellt sich diese Frage drängender. Mit dem Projekt "Nähschule" starten wir deshalb ein weiterführendes Berufsangebot, mit dem die Schülerinnen in die Lage versetzt werden, nach Ende der Ausbildung ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.
Zur Zeit unterrichten unsere beiden Nähschullehrerinnen ungefähr 160 Schülerinnen in der Kunst des Zuschnitts und Nähens von Textilien aller Art. Im Laufe des Jahres 2009 werden wir in Jalabad zwei weitere Klassen eröffnen, sodass die Zahl der Auszubildenden auf 400 steigen wird.
Das Programm
Der Kurs dauert ein Jahr und endet mit einer Prüfung.UUnter fachkundiger Leitung unserer Lehrerinnen können die Schülerinnen aber nach kurzer Zeit schon stolz auf ihre ersten maschinengenähten Produkte blicken. Die beiden Klassenbesten bekommen ein "Startpaket in die Selbständigkeit" geschenkt. Das beinhaltet sowohl die Nähmaschine als auch genügend Stoffe und weiteres Material, um eine eigene Nähstube zu eröffnen.
Über den Umgang mit der Nähmaschine hinaus erwerben die Schülerinnen Kenntnisse in Stoffkunde ebenso wie die Kunst des Maßnehmens, Zuschneidens, Anprobierens und maßgenauem Anpassens oder das Ausführen von Flick- und Änderungsarbeiten.
Die Nähmaschine
Auf einer solchen Schranknähmaschine mit Fußpedal und Keilriemenantrieb lernen die Schülerinnen das Nähen. Der mechanische Antrieb macht unabhängig von der Stromversorgung, auf den eine elektrische Nähmaschine angewiesen ist.
Diese robusten Nähmaschinen zeichnen sich aus durch hervorragende Näheigenschaften und einen großen Nähtisch zur Ablage langer Stoffbahnen.
Die Perspektive
Dieses "Unternehmensgründungs-Programm" fügt sich ein in vorhandene Strukturen. Afghanistan ist ein Land der wunderschönen Stoffe, die auf den Basaren erstanden und dann in die Nähstuben getragen werden, wo Näherinnen und Näher passgerechte Kleidungsstücke daraus anfertigen.
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