Waisenhaus in Jalalabad
Ein Dach über dem Kopf. Eine warme Mahlzeit im Bauch. Für Waisenkinder in Afghanistan ist das mehr als eine Selbstverständlichkeit. Wenn dann auch noch Schulunterricht angeboten wird, steigt mit der Kunst des Lesens, Schreibens und Rechnens die Chance auf eine bessere Zukunft. Deshalb haben wir uns um die Erneuerung der Gebäude dieses Waisenhauses in Jalalabad gekümmert, unterstützen den Koch mit finanziellen Mitteln, damit er drei Mahlzeiten täglich für die Kinder zubereiten kann und fördern den Unterricht an der waisenhausinternen Schule mit gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern sowie mit Materialien wie z.B. leistungsfähigen Computern.
Seit dem 3. Oktober 2006 ist hier das Zuhause für ungefähr 130 Waisenkinder im Alter von 6 und 15 Jahren. Etwa ein Drittel von ihnen sind Mädchen. Viele der Kinder kommen nur tagsüber und gehen abends zum Übernachten zu Verwandten. Die genauen Zahlen wechseln ständig. Doch dieses flexible Kommen, Bleiben und Gehen ist - ganz im Unterschied zu bundesdeutschen Gepflogenheiten - in Afghanistan durchaus üblich.
Von großem Vorteil ist auch deshalb, dass dieses Waisenhaus direkt in Jalalabad steht. So bleibt für die dortigen Waisenkinder der Kontakt zu den noch lebenden Angehörigen wie Großeltern, Onkel oder Tante, ohne großen organisatorischen Aufwand sehr gut möglich.
Unser wunderschönes Grundstück zeichnet sich aus durch einen eigenen Garten und einen großzügigen Spiel- und Sportplatz, auf dem die Kinder in den Pausen ausgelassen toben und tollen und Fußball spielen können.
Noch ist die Küche sowohl in Größe als auch in Ausstattung für den einheimischen Koch täglich eine neue Herausforderung. Deshalb werden wir uns bald um die Renovierung kümmern.
Auch die Zahl der Schlafplätze für die Kinder ist fast nicht mehr ausreichend, obwohl schon möglichst viele Betten in einem Raum aufgestellt sind. Hier werden wir ebenfalls Verbesserungen schaffen.
Dennoch "funktioniert" das Waisenhaus mit fünf Erziehern, zwei Erzieherinnen, drei Lehrern und einer Lehrerin inzwischen zum Wohle der Kinder.
Den Ältesten der Buben bieten wir außerdem die Möglichkeit, sich mit dem Bau von Solarkochern am Nachmittag nach der Schule eigenes Geld zu verdienen. Gleichzeitig werden sie in diese für das sonnenreiche Land zukunftsträchtige Möglichkeit, eine warme Mahlzeit zuzubereiten, eingewiesen.
Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle den vielen Spendern, die mit ihrer Gabe dazu beitragen, dass diese Kinder, die ohne Eltern ansonsten kaum eine Möglichkeit auf die erforderliche Grundversorgung und erst recht keine Chance auf eine Schulbildung hätten, beides erhalten können. |

Die Kinder im Hof des Waisenhauses - im Hintergrund das Gebäude

Das Lehrerzimmer mit Direktor und zwei von vier Lehrern (unten). Zum effektiven Arbeiten konnte bereits ein PC zur Verfügung gestellt werden.

Diese Buben bauen Solarkocher |